Wir begleiten Unternehmen und Unternehmer in Zivilprozessen, Verwaltungsprozessen und Schiedsverfahren. Die folgenden Praxisbereiche erläutern Ziele, Ablauf, Unterlagen und typische Entscheidungspunkte. Bei laufenden Fristen prüfen wir zuerst den unmittelbaren Handlungsbedarf.
Zivilprozess und wirtschaftsrechtliche Streitigkeiten
Instanzen im Zivilprozess: Amtsgericht oder Landgericht als Ausgangspunkt, Berufung und gegebenenfalls Revision. Eine neue Instanz eröffnet nicht automatisch eine vollständige neue Tatsachenprüfung.
Klage erhalten: Ansprüche abwehren
Zustellung, Fristen und Verteidigung prüfen, bevor Nachteile entstehen.
Forderungen und Vertragsansprüche durchsetzen
Zahlung, Leistung und Schadensersatz wirtschaftlich verfolgen.
Einstweilige Verfügung und Arrest
Bei drohenden Rechtsverletzungen oder Vermögensverschiebungen handeln.
Gesellschafterstreit und Organhaftung
Beschlüsse, Beteiligungen und Verantwortlichkeit gerichtlich klären.
Streit nach Unternehmenskauf
Garantien, Kaufpreisanpassungen und Freistellungen durchsetzen oder abwehren.
Lieferverträge, Anlagen und technische Streitigkeiten
Mängel, Verzögerung, Abnahme und Produktionsausfälle klären.
IP-, Lizenz- und IT-Streitigkeiten
Schutzrechte, Softwareprojekte und Geschäftsgeheimnisse verteidigen.
Grenzüberschreitende Gerichtsprozesse
Zuständigkeit, Zustellung und Vollstreckung zusammendenken.
Beweise sichern und Sachverständige einbinden
Dokumente, Zeugen und technische Befunde rechtzeitig vorbereiten.
Prozessstrategie, Kosten und Vergleich
Chancen, Beweisrisiken und Budget vor dem Verfahren bewerten.
Zivilprozess: Amtsgericht, Landgericht, Berufung und BGH
Wer eine Forderung einklagen oder sich verteidigen will, muss wissen, welches Gericht entscheidet und welche Überprüfung später möglich ist. Die Instanzen sind keine beliebig wiederholbaren Versuche. Bereits in erster Instanz sollten Tatsachen, Beweismittel und Anträge vollständig vorbereitet werden.
Zivilprozess vorbereiten: Schriftsätze, Gerichtstermin und Beweisaufnahme
Ein Prozess wird nicht allein durch eine überzeugende Darstellung im Termin entschieden. Die rechtzeitige Aufbereitung von Tatsachen und Beweisen bestimmt, was das Gericht überhaupt zugrunde legen kann. Wir entwickeln aus Vertragsunterlagen, Kommunikation und betrieblichen Abläufen eine nachvollziehbare Prozessdarstellung.
Mahnbescheid oder Versäumnisurteil: Forderungen und Fristen prüfen
Ein Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid oder Versäumnisurteil verlangt eine schnelle Einordnung. Diese Entscheidungen entstehen unter anderen Voraussetzungen als ein nach streitiger Verhandlung erlassenes Urteil. Deshalb unterscheiden sich auch die passenden Rechtsbehelfe.
Gerichtlicher Vergleich: Kosten, Sicherheiten und Vollstreckbarkeit
Ein Vergleich kann einen Streit verlässlich beenden, wenn seine Regelungen vollständig und umsetzbar sind. Ein vermeintlich guter Betrag hilft wenig, wenn Fälligkeit, Sicherheiten oder der Umfang der Erledigung unklar bleiben. Wir bereiten Vergleichsentscheidungen rechtlich und wirtschaftlich vor.
Verwaltungsprozess: Behördenentscheidungen und gerichtlicher Rechtsschutz
Acht Praxisbereiche führen vom Bescheid oder Genehmigungsantrag über das Verwaltungsgericht bis zur Rechtsmittelprüfung vor OVG/VGH und Bundesverwaltungsgericht. Für Eilverfahren, Normenkontrollen und gesetzlich besonders zugewiesene Streitigkeiten gelten eigene Wege.
Verwaltungsprozess: Ablauf und Instanzen verständlich erklärt
Ein belastender Bescheid, eine verweigerte Genehmigung oder eine behördliche Anordnung kann einen Betrieb unmittelbar treffen. Wir klären das konkrete Ziel: Soll eine Entscheidung aufgehoben, eine Erlaubnis erteilt, eine Zahlung abgewehrt oder der Vollzug vorläufig gestoppt werden? Davon hängen Klageart, zuständiges Gericht und der Zeitplan ab.
Bescheid angreifen: Widerspruch und Anfechtungsklage
Eine Gewerbeuntersagung, eine belastende Auflage oder ein Kostenbescheid sollte nicht erst kurz vor Fristablauf geprüft werden. Wir untersuchen, welche Regelung tatsächlich getroffen wurde, wen sie verpflichtet und welche Folgen eintreten, wenn sie bestandskräftig wird.
Genehmigung durchsetzen und behördliche Untätigkeit beenden
Ein Vorhaben kann wirtschaftlich scheitern, obwohl noch kein ablehnender Bescheid vorliegt: Eine Genehmigung fehlt, Nachforderungen wiederholen sich oder die Behörde entscheidet über Monate nicht. Wir prüfen, wie sich eine belastbare Entscheidung erreichen lässt und ob vorläufiger Rechtsschutz erforderlich ist.
Verwaltungsgerichtlicher Eilrechtsschutz: Vollzug stoppen, Rechte sichern
Wenn eine Behörde den Betrieb schließen will, eine Erlaubnis sofort entzieht oder eine dringende Entscheidung verweigert, reicht eine Hauptsacheklage oft nicht aus. Wir prüfen, welcher Eilantrag geeignet ist und welche Tatsachen kurzfristig belegt werden müssen.
Bau- und Umweltverfahren: Genehmigungen, Nachbarschutz und Normenkontrolle
Bauvorhaben, Anlagenbetrieb und Standortentwicklung führen häufig zu Konflikten mit Behörden oder Nachbarn. Wir trennen die unterschiedlichen Verfahrenswege: die eigene Genehmigung durchsetzen, einen belastenden Eingriff abwehren oder eine fremde Zulassung beziehungsweise planerische Regelung überprüfen lassen.
Gewerbe- und Berufsrecht: Erlaubnisse, Untersagungen und Auflagen
Eine gewerbe- oder berufsrechtliche Entscheidung kann den Zugang zum Markt, eine bestehende Erlaubnis oder die Ausübung einer Tätigkeit betreffen. Die praktische Frage lautet häufig, ob und unter welchen Bedingungen der Betrieb während des Streits weitergeführt werden darf.
Fördermittel, Rückforderungen und öffentliche Abgaben im Prozess
Ein Rückforderungsbescheid oder eine erhebliche öffentliche Abgabe kann die Liquidität eines Unternehmens unmittelbar belasten. Wir prüfen Anspruchsgrundlage, Berechnung, Bescheidstruktur und Vollziehbarkeit. Förderrecht und Abgabenrecht werden dabei nicht gleichbehandelt: Für Rechtsweg und Eilrechtsschutz gelten unterschiedliche Besonderheiten.
OVG, VGH und Bundesverwaltungsgericht: Rechtsmittel richtig vorbereiten
Nach einem ungünstigen Urteil reicht es nicht, die bisherige Argumentation unverändert zu wiederholen. Zunächst muss feststehen, welcher Rechtsbehelf eröffnet ist und welche Zulassungs- oder Begründungsanforderungen erfüllt werden müssen. Wir prüfen Urteil, Zustellung und Verfahrensakte zusammen.
Schiedsverfahren und Titeldurchsetzung
Nationale und internationale Schiedsverfahren
Schiedsvereinbarung, Verfahrenseinleitung, Beweise und begrenzte staatliche Kontrolle werden gemeinsam geplant. Auch Sprache, Schiedsort und spätere Vollstreckungsstaaten beeinflussen die Strategie.
Urteile und Schiedssprüche vollstrecken
Urteile und Schiedssprüche müssen praktisch durchgesetzt werden können. Wir prüfen die notwendigen Voraussetzungen und geeignete Vollstreckungsmaßnahmen ebenso wie die Möglichkeiten, unzulässige Maßnahmen abzuwehren.
Terminsvertretung für Rechtsanwälte
Für Kolleginnen und Kollegen übernehmen wir nach gesonderter Absprache Gerichtstermine. Benötigt werden Ladung, wesentliche Schriftsätze, Verfahrensstand und klare Vorgaben zu Vergleichsvollmacht und Berichterstattung. Übernahme, Umfang und Vergütung werden vor dem Termin bestätigt.
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