Zivilprozesse, Verwaltungsprozesse und Schiedsverfahren für Unternehmen

Kategorie: Berufung

Anwältin geht strategisch vor im Gerichtsprozess

Gerichtstermin vorbereiten: Was Unternehmen beitragen können

Ein Gerichtstermin baut auf den Schriftsätzen und der Beweislage auf. Für Unternehmen lohnt es sich, früh zu klären, wer den Sachverhalt kennt, welche Unterlagen fehlen und in welchem Rahmen eine Einigung möglich ist.

Die Unterlagen zusammenstellen

Verträge, Nachträge, Rechnungen und die maßgebliche Korrespondenz sollten chronologisch geordnet werden. Wichtig sind Originaldateien und nachvollziehbare Quellen. Benennen Sie auch Umstände, die gegen die eigene Position sprechen; Überraschungen im Termin erschweren eine sachgerechte Vertretung.

Zeugen und Ansprechpartner unterscheiden

Wer an den streitigen Vorgängen beteiligt war, kann als Zeuge in Betracht kommen. Wer nur intern berichtet bekommen hat, was geschehen sein soll, verfügt über einen anderen Kenntnisstand. Die rechtliche Einordnung und die zulässige Vorbereitung der Beweisaufnahme gehören in die anwaltliche Abstimmung.

Vergleichsspielraum festlegen

Klären Sie vor dem Termin Beträge, Zahlungsfristen, Sicherheiten und mögliche Nebenpunkte wie Vertraulichkeit oder die Fortsetzung einer Geschäftsbeziehung. Die entscheidungsbefugte Person sollte erreichbar sein. Persönliches Erscheinen und die Möglichkeit einer Videoverhandlung richten sich nach der gerichtlichen Anordnung.

Redaktionelle Überarbeitung vom 6. November 2026: Die frühere, nicht belegte Fallschilderung wurde entfernt. Mehr zur Beweisvorbereitung.

Das Landgericht Hannover

Aktualisierung vom 6. November 2026: Die allgemeine Wertgrenze der Amtsgerichte in Zivilsachen beträgt seit 2026 grundsätzlich 10.000 Euro. Besondere gesetzliche Zuständigkeiten bleiben unberührt; bei älteren Verfahren ist das Übergangsrecht zu prüfen. Arbeitsrechtliche Streitigkeiten gehören bei entsprechender gesetzlicher Zuständigkeit vor die Arbeitsgerichte. § 23 GVG.

Vor dem Landgericht Hannover werden sogenannte zivilrechtliche Streitigkeiten (z.B. Schadensersatzklagen, Nachbarschaftsstreitigkeiten etc.) und Strafsachen (z.B. Verfahren wegen Mordes, Diebstahls etc.) verhandelt. In zivilrechtlichen Streitigkeiten ist das Landgericht insbesondere zuständig in erster Instanz für alle Rechtsstreitigkeiten, die nicht den Amtsgerichten zugewiesen sind, also vor allem Verfahren, deren Streitwert mehr als 10.000 EUR beträgt. Die Amtsgerichte sind unabhängig davon unter anderem immer zuständig für Rechtsstreitigkeiten aus Wohnraummietverhältnissen und Ehesachen; in zweiter Instanz für alle Berufungen und Beschwerden gegen Entscheidungen der Amtsgerichte mit Ausnahme der in Familiensachen ergangenen Entscheidungen, für die das Oberlandesgericht zuständig ist. In Strafsachen ist das Landgericht im Wesentlichen zuständig, wenn eine höhere Freiheitsstrafe als 4 Jahre, die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus und/oder Sicherungsverwahrung zu erwarten ist sowie bei besonders schweren Delikten.

Berufung und Revision: Einordnung des Beitrags von 2016

Archivbeitrag vom 16. November 2016, redaktionell aktualisiert am 6. November 2026. Die früher genannten Wertgrenzen gelten nicht unverändert fort. Die aktuelle Darstellung finden Sie auf unserer Leistungsseite zu Berufung und Revision.

Weshalb die erste Instanz entscheidend bleibt

Bereits im Ausgangsverfahren müssen Tatsachen und Beweise rechtzeitig vorgetragen werden. Im Rechtsmittelverfahren bestehen Beschränkungen für neues Vorbringen. Wer ein Urteil überprüfen lassen möchte, sollte deshalb neben dem Urteil auch die Verfahrensakte auswerten lassen.

Fristen und Zulassung getrennt prüfen

Berufung und Revision haben unterschiedliche Voraussetzungen. Der Blick allein auf den Streitwert reicht nicht aus. Entscheidend sind unter anderem Beschwer, Zulassung, Art der Entscheidung, Zustellung und die jeweils einschlägigen Übergangsregeln.

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